Haut und Sauna. Peeling - weniger ist mehr
Äußerlichkeiten und damit auch das „gute“ Aussehen der menschlichen Haut spielen heute eine größere Rolle als früher. 29 Prozent der Frauen und 16 Prozent der Männer betreiben nach einer repräsentativen Befragung des Deutschen Sauna-Bundes von über 23.000 Saunagästen als Hauptmotiv natürliche Schönheitspflege durch Saunabaden. Der Beitrag behandelt zunächst allgemein den Zusammenhang von Haut und Sauna. Anschließend werden Formen des Peelings und dafür infrage kommende Produkte vorgestellt.
Fazit: Die Hautverträglichkeit und das eigene Wohlbefinden sollten dabei immer im Vordergrund stehen. Für den Betreiber ist die Hygiene-Problematik von großer Wichtigkeit.
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Ihr Umfang ist beachtlich: Die Oberfläche beträgt über 1,5 Quadratmeter, das Gewicht einschließlich des Unterhautfettgewebes 18- 20 kg. Die Haut erfüllt mannigfaltige Aufgaben: Sie schließt den Körper nach außen hin ab und bietet Schutz gegen äußere Einflüsse mechanischer Art aber auch vor den ultravioletten Strahlen der Sonne. Außerdem ist die Haut durch eine Variabilität der Durchblutung und durch die Wasserabgabe über das Schwitzen entscheidend an der Temperaturregulation beteiligt. Es gibt viele Nervenendigungen für den Tastsinn, das Warm- und Kaltempfinden sowie als Schmerz- und Druckmelder. Immunkompetente Zellen belegen, dass der Haut auch eine wichtige Rolle als Immunorgan zukommt.
Fazit: Die Hautverträglichkeit und das eigene Wohlbefinden sollten dabei immer im Vordergrund stehen. Für den Betreiber ist die Hygiene-Problematik von großer Wichtigkeit.
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Ihr Umfang ist beachtlich: Die Oberfläche beträgt über 1,5 Quadratmeter, das Gewicht einschließlich des Unterhautfettgewebes 18- 20 kg. Die Haut erfüllt mannigfaltige Aufgaben: Sie schließt den Körper nach außen hin ab und bietet Schutz gegen äußere Einflüsse mechanischer Art aber auch vor den ultravioletten Strahlen der Sonne. Außerdem ist die Haut durch eine Variabilität der Durchblutung und durch die Wasserabgabe über das Schwitzen entscheidend an der Temperaturregulation beteiligt. Es gibt viele Nervenendigungen für den Tastsinn, das Warm- und Kaltempfinden sowie als Schmerz- und Druckmelder. Immunkompetente Zellen belegen, dass der Haut auch eine wichtige Rolle als Immunorgan zukommt.

- Abbildung: leonardo medical/Shotshop.com
Aufbau und Funktion der Haut
Die Haut ist in verschiedenen Schichten aufgebaut: Zuoberst liegt die Oberhaut (Epidermis), von der sich ständig abgestorbene Hautzellen als Hornschuppen lösen. Darunter liegt die Lederhaut (Corium) mit der Papillenschicht (Stratum papillare), in der auch die Schlingen der Blutkapillaren und die Lymphkapillaren liegen, und dem Fasernetz (Stratum reticulare). Die Hautdurchblutung dient zum einen der Ernährung der Haut selbst, wofür relativ geringe Blutmengen ausreichen, zum anderen dient sie der Temperaturregulation. In warmer Umgebung kann die Hautdurchblutung an den Fingern auf das über 100fache ansteigen und in Kälte auf etwa ein Viertel gedrosselt werden.
Die unterste Schicht ist die Unterhaut (Subcutis) mit dem Unterhautfettgewebe, das bei den Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Unterhaut ist aus lockerem Bindegewebe aufgebaut, in das Fettpolster wie kleine Kissen eingelagert sind. Von der Lederhaut ziehen Fasern in die Unterhaut. Diese sind mit der tiefer liegenden Muskelfaszie verbunden und gewährleisten je nach Ausprägung eine stärkere oder geringere Verschiebbarkeit der Haut.
Die Haut ist in verschiedenen Schichten aufgebaut: Zuoberst liegt die Oberhaut (Epidermis), von der sich ständig abgestorbene Hautzellen als Hornschuppen lösen. Darunter liegt die Lederhaut (Corium) mit der Papillenschicht (Stratum papillare), in der auch die Schlingen der Blutkapillaren und die Lymphkapillaren liegen, und dem Fasernetz (Stratum reticulare). Die Hautdurchblutung dient zum einen der Ernährung der Haut selbst, wofür relativ geringe Blutmengen ausreichen, zum anderen dient sie der Temperaturregulation. In warmer Umgebung kann die Hautdurchblutung an den Fingern auf das über 100fache ansteigen und in Kälte auf etwa ein Viertel gedrosselt werden.
Die unterste Schicht ist die Unterhaut (Subcutis) mit dem Unterhautfettgewebe, das bei den Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Unterhaut ist aus lockerem Bindegewebe aufgebaut, in das Fettpolster wie kleine Kissen eingelagert sind. Von der Lederhaut ziehen Fasern in die Unterhaut. Diese sind mit der tiefer liegenden Muskelfaszie verbunden und gewährleisten je nach Ausprägung eine stärkere oder geringere Verschiebbarkeit der Haut.

- Abbildung: Drs. Brenke
Im Aufbau der Haut bei Mann und Frau gibt es einige Unterschiede: Zum einen ist die Haut der Frau deutlich dünner als die des Mannes, zum anderen sind die Fasern im Unterhaut-Fettgewebe unterschiedlich angeordnet. Während sie beim Mann scherengitterartig verlaufen, sind sie bei der Frau parallel angeordnet. Die weibliche Haut soll dadurch besser dehnbar sein - wichtig bei Schwangerschaft. Beim Zusammenschieben ergibt sich aber auch das typische Bild der Orangenhaut – zur Cellulite neigen daher nur Frauen, wobei letztlich jede Frau die Anlage zur Cellulite hat.
Der pH- Wert der Haut liegt normalerweise im sauren Bereich bei 5,5 und hängt auch von dem Grad der Feuchtigkeit der Hornschicht ab. Das saure Milieu ist an der Abwehr von Mikroorganismen beteiligt. Zu trockene Haut begünstigt nicht nur eine Faltenbildung sondern auch Infektionen. „Feuchthaltefaktoren“ wie der Harnstoff (Urea) binden die Feuchtigkeit in der Haut und können von außen zugeführt werden.
Das Altern der Haut
Alterungsprozesse an der Haut gehören zum Leben. Die Spannkraft lässt nach, früher oder später kommt es zur Faltenbildung. Die Ursachen sind vielfältig – letztlich ist das Geheimnis des Alterns allgemein noch nicht restlos geklärt. Sicher spielen Umwelteinflüsse eine Rolle, entscheidend ist aber wohl eine „innere Uhr“, die unbegrenztes Leben in „jugendlichem“ Zustand nun nicht zulässt. Man kann die Frage stellen, ob äußerlich sichtbare Zeichen des Alterns in jedem Fall verhindert werden sollten oder ob nicht ein durch das Leben geprägtes Gesicht auch Schönheit und Würde ausstrahlen kann. Die Menschen werden heute älter und die Zahl aktiv gelebter Jahre nimmt zu. Mit 50 oder auch 60 zählt sich heute kaum jemand zu den „Alten“ – früher war das die Regel. Das wirkliche Alter erkennt man an den Händen und am Hals. Das geflügelte Wort „Der Hals lügt nie“ verweist auf diesen Zusammenhang. Es ist eine Tatsache, dass auch die Sauna und ihr Wellness & Beauty-Umfeld genutzt werden, um „besser“ auszusehen und Alltags-beschwerden zu vergessen. Eine richtige Hautpflege ist daher für viele Menschen, insbesondere Frauen, ein interessantes Thema.
Der pH- Wert der Haut liegt normalerweise im sauren Bereich bei 5,5 und hängt auch von dem Grad der Feuchtigkeit der Hornschicht ab. Das saure Milieu ist an der Abwehr von Mikroorganismen beteiligt. Zu trockene Haut begünstigt nicht nur eine Faltenbildung sondern auch Infektionen. „Feuchthaltefaktoren“ wie der Harnstoff (Urea) binden die Feuchtigkeit in der Haut und können von außen zugeführt werden.
Das Altern der Haut
Alterungsprozesse an der Haut gehören zum Leben. Die Spannkraft lässt nach, früher oder später kommt es zur Faltenbildung. Die Ursachen sind vielfältig – letztlich ist das Geheimnis des Alterns allgemein noch nicht restlos geklärt. Sicher spielen Umwelteinflüsse eine Rolle, entscheidend ist aber wohl eine „innere Uhr“, die unbegrenztes Leben in „jugendlichem“ Zustand nun nicht zulässt. Man kann die Frage stellen, ob äußerlich sichtbare Zeichen des Alterns in jedem Fall verhindert werden sollten oder ob nicht ein durch das Leben geprägtes Gesicht auch Schönheit und Würde ausstrahlen kann. Die Menschen werden heute älter und die Zahl aktiv gelebter Jahre nimmt zu. Mit 50 oder auch 60 zählt sich heute kaum jemand zu den „Alten“ – früher war das die Regel. Das wirkliche Alter erkennt man an den Händen und am Hals. Das geflügelte Wort „Der Hals lügt nie“ verweist auf diesen Zusammenhang. Es ist eine Tatsache, dass auch die Sauna und ihr Wellness & Beauty-Umfeld genutzt werden, um „besser“ auszusehen und Alltags-beschwerden zu vergessen. Eine richtige Hautpflege ist daher für viele Menschen, insbesondere Frauen, ein interessantes Thema.

- Foto: Haslauer
Vorbereitung der Haut auf die Sauna
Zu Pflegemaßnahmen im Zusammenhang mit dem Saunabaden oder anderen Heißluftanwendungen gibt es kaum begründete Empfehlungen oder Untersuchungen – dafür umso mehr mit Nachdruck vertretene Überzeugungen. Grundsätzlich kann man diesbezüglich viel vor, während oder nach der Sauna machen. Im Endeffekt wird man auf persönliche Erfahrungen, was einem gut tut, zurückgreifen müssen. Dabei sind einige Grundregeln zu beachten, da nicht jede Maßnahme für jeden Hauttyp geeignet ist.
So hat Öl auf fettiger Haut nichts zu suchen und Seifen können zur Austrocknung der Haut und damit zu Juckreiz führen. Auch sollte man sich von Versprechungen mit Werbecharakter nicht übermäßig beeindrucken lassen. Das Vorhandensein bestimmter Inhaltsstoffe in Präparaten bedeutet zum einen noch lange nicht, dass diese auch von der Haut aufgenommen werden und noch weniger, dass diese in jedem Fall die gewünschte positive Wirkung entfalten. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang wird in einem öffentlichen Saunabetrieb immer auch der Faktor Hygiene sein.
Zunächst geht es um die Reinigung der Haut. Für normale Haut ist eine Waschlotion mit einem pH-Wert von 5,5, geeignet, bei sehr trockener Haut mit rückfettenden Eigenschaften. Ein spezielles Waschgel eignet sich für fettige Haut. Auf ein Make-up sollte am Saunatag verzichtet werden, da man zum Abschminken in der Regel ölhaltige Präparate verwendet, welche die Haut besonders um die Augen herum reizen können. Ebenso sollte man kein Gesichtstonic vor der Sauna verwenden, da dieses zu einem Spannungsgefühl führen kann.
Unmittelbar vor der Sauna sollten keinerlei Produkte auf die Haut aufgetragen werden. Das schon deshalb nicht, weil sie sich bei den hohen Temperaturen meist zersetzen. Bei trockener Haut ist besonders im Winter auf zu langes heißes Duschen und die Benutzung von Seifen zu verzichten, da dadurch der Säureschutzmantel zerstört wird und die Haut noch weiter austrocknet. Spezielle Waschemulsionen stellen dann die bessere Wahl dar. Allgemein benötigt die Haut im Winter mehr Fett als im Sommer. Die entsprechenden Pflegeprodukte enthalten oft neben Glycerin auch Harnstoff und Hyaluronsäure.
Sauna-Wirkungen auf die Haut
Die Sauna an sich ist schon eine gute Pflegemaßnahme für die Haut: Sie wird besser durchblutet, die Durchfeuchtung wird besser, das Schwitzen trainiert, der Säureschutzmantel gestärkt, Mikroorganismen zumindest teilweise abgetötet und es kommt zu einer tief- gehenden Reinigung mit Verflüssigung von Talg. Nachgewiesen ist zudem, dass die Haut langjähriger Saunabesucher glatter ist und weniger Faltenbildung aufweist. Dem steht als einziger kosmetisch störender Effekt je nach Veranlagung möglicherweise entgegen, dass nach vielen Jahren regelmäßigen Saunabadens die feinen Äderchen im Gesicht vermehrt sichtbar sein können, was volkstümlich als Couperose bezeichnet wird.
Über den Sinn und die richtige Art der Hautpflege nach einem kompletten Saunabad gibt es viele unterschiedliche Ansichten. Nach dem letzten Saunagang ist ein guter Zeitpunkt, um feuchtigkeitsspendende oder andere pflegende rückfettende Produkte aufzutragen. Diese erfrischen und kühlen. Ist die Haut gereizt und „müde“, so kann eine Honigmaske danach beruhigend wirken. Ansonsten kommt vieles auf den Hauttyp, eventuelle Hauterkrankungen und das subjektive Wohlbefinden an. Nutzt man derartige Pflegeprodukte, so sollten sie erst dann aufgetragen werden, wenn nicht mehr geschwitzt wird – also etwa eine halbe Stunde nach Abschluss des Saunabades. In jedem Fall wäre es nicht richtig, danach beim Duschen Seife zu benutzen, weil diese den Säureschutzmantel der Haut schädigen und die Haut austrocknen kann.
Zu Pflegemaßnahmen im Zusammenhang mit dem Saunabaden oder anderen Heißluftanwendungen gibt es kaum begründete Empfehlungen oder Untersuchungen – dafür umso mehr mit Nachdruck vertretene Überzeugungen. Grundsätzlich kann man diesbezüglich viel vor, während oder nach der Sauna machen. Im Endeffekt wird man auf persönliche Erfahrungen, was einem gut tut, zurückgreifen müssen. Dabei sind einige Grundregeln zu beachten, da nicht jede Maßnahme für jeden Hauttyp geeignet ist.
So hat Öl auf fettiger Haut nichts zu suchen und Seifen können zur Austrocknung der Haut und damit zu Juckreiz führen. Auch sollte man sich von Versprechungen mit Werbecharakter nicht übermäßig beeindrucken lassen. Das Vorhandensein bestimmter Inhaltsstoffe in Präparaten bedeutet zum einen noch lange nicht, dass diese auch von der Haut aufgenommen werden und noch weniger, dass diese in jedem Fall die gewünschte positive Wirkung entfalten. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang wird in einem öffentlichen Saunabetrieb immer auch der Faktor Hygiene sein.
Zunächst geht es um die Reinigung der Haut. Für normale Haut ist eine Waschlotion mit einem pH-Wert von 5,5, geeignet, bei sehr trockener Haut mit rückfettenden Eigenschaften. Ein spezielles Waschgel eignet sich für fettige Haut. Auf ein Make-up sollte am Saunatag verzichtet werden, da man zum Abschminken in der Regel ölhaltige Präparate verwendet, welche die Haut besonders um die Augen herum reizen können. Ebenso sollte man kein Gesichtstonic vor der Sauna verwenden, da dieses zu einem Spannungsgefühl führen kann.
Unmittelbar vor der Sauna sollten keinerlei Produkte auf die Haut aufgetragen werden. Das schon deshalb nicht, weil sie sich bei den hohen Temperaturen meist zersetzen. Bei trockener Haut ist besonders im Winter auf zu langes heißes Duschen und die Benutzung von Seifen zu verzichten, da dadurch der Säureschutzmantel zerstört wird und die Haut noch weiter austrocknet. Spezielle Waschemulsionen stellen dann die bessere Wahl dar. Allgemein benötigt die Haut im Winter mehr Fett als im Sommer. Die entsprechenden Pflegeprodukte enthalten oft neben Glycerin auch Harnstoff und Hyaluronsäure.
Sauna-Wirkungen auf die Haut
Die Sauna an sich ist schon eine gute Pflegemaßnahme für die Haut: Sie wird besser durchblutet, die Durchfeuchtung wird besser, das Schwitzen trainiert, der Säureschutzmantel gestärkt, Mikroorganismen zumindest teilweise abgetötet und es kommt zu einer tief- gehenden Reinigung mit Verflüssigung von Talg. Nachgewiesen ist zudem, dass die Haut langjähriger Saunabesucher glatter ist und weniger Faltenbildung aufweist. Dem steht als einziger kosmetisch störender Effekt je nach Veranlagung möglicherweise entgegen, dass nach vielen Jahren regelmäßigen Saunabadens die feinen Äderchen im Gesicht vermehrt sichtbar sein können, was volkstümlich als Couperose bezeichnet wird.
Über den Sinn und die richtige Art der Hautpflege nach einem kompletten Saunabad gibt es viele unterschiedliche Ansichten. Nach dem letzten Saunagang ist ein guter Zeitpunkt, um feuchtigkeitsspendende oder andere pflegende rückfettende Produkte aufzutragen. Diese erfrischen und kühlen. Ist die Haut gereizt und „müde“, so kann eine Honigmaske danach beruhigend wirken. Ansonsten kommt vieles auf den Hauttyp, eventuelle Hauterkrankungen und das subjektive Wohlbefinden an. Nutzt man derartige Pflegeprodukte, so sollten sie erst dann aufgetragen werden, wenn nicht mehr geschwitzt wird – also etwa eine halbe Stunde nach Abschluss des Saunabades. In jedem Fall wäre es nicht richtig, danach beim Duschen Seife zu benutzen, weil diese den Säureschutzmantel der Haut schädigen und die Haut austrocknen kann.

- Foto: LFL/Shotshop.com
Sauna und Hautpflege
Peelingmethoden
Sauna wird oft auch mit Peeling-Maßnahmen verbunden. Die Ansichten zum richtigen Zeitpunkt eines eventuellen Peelings gehen auseinander: Eine Möglichkeit ist die Durchführung etwa zwölf Stunden vor einem Saunagang - am besten sogar am Tag zuvor -, da sonst der Reiz zu intensiv sein kann.
Das Wort Peeling stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „schälen“ oder „pellen“. Zum einen wird Peeling von manchen Menschen zur Hautpflege angewendet – auch die ägyptische Königin Kleopatra soll durch ein Sand-Peeling eine samtene Haut erzielt haben -, zum anderen ist es in der Dermatologie als „Schälkur“ bei Hautkrankheiten bekannt. Peeling kann mit mechanischen oder chemischen Mitteln sowie mittels Laser erfolgen. Es gibt ein oberflächliches, mitteltiefes und tiefes Peeling; nur das oberflächliche kommt für die eigenständige Anwendung infrage.
Die klassische Methode ist das mechanische Peeling. Hierfür gibt es spezielle Cremes mit unterschiedlich großen Kristallen. Diese können aus Sand, Aluminiumoxid oder Silikonharzen bestehen. Feinere Partikel werden durch Meersalz, Zucker oder gemahlenen Mandelkernen gebildet. Bei gröberen erreicht man einen stärkeren Effekt, reizt aber auch die Haut mehr. Wichtig: Je empfindlicher die Haut ist, um so kleiner sollten die Partikelgrößen der „Schleifsubstanz“ sein. Motive sind eine Entfernung abgestorbener Hautschüppchen und eine Anregung der Durchblutung. Für eine gesunde Mischhaut ist ein Peeling ein bis zweimal in der Woche unbedenklich. Die Cremes werden sanft und mit kreisenden Bewegungen im Bereich von Stirn, Nase, Wangen und Kinn einmassiert. Die Haut sollte dabei leicht angefeuchtet sein. Nach der jeweils empfohlenen Zeit werden die Reste abgewaschen und die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme oder einem Gel behandelt.
Peelingmethoden
Sauna wird oft auch mit Peeling-Maßnahmen verbunden. Die Ansichten zum richtigen Zeitpunkt eines eventuellen Peelings gehen auseinander: Eine Möglichkeit ist die Durchführung etwa zwölf Stunden vor einem Saunagang - am besten sogar am Tag zuvor -, da sonst der Reiz zu intensiv sein kann.
Das Wort Peeling stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „schälen“ oder „pellen“. Zum einen wird Peeling von manchen Menschen zur Hautpflege angewendet – auch die ägyptische Königin Kleopatra soll durch ein Sand-Peeling eine samtene Haut erzielt haben -, zum anderen ist es in der Dermatologie als „Schälkur“ bei Hautkrankheiten bekannt. Peeling kann mit mechanischen oder chemischen Mitteln sowie mittels Laser erfolgen. Es gibt ein oberflächliches, mitteltiefes und tiefes Peeling; nur das oberflächliche kommt für die eigenständige Anwendung infrage.
Die klassische Methode ist das mechanische Peeling. Hierfür gibt es spezielle Cremes mit unterschiedlich großen Kristallen. Diese können aus Sand, Aluminiumoxid oder Silikonharzen bestehen. Feinere Partikel werden durch Meersalz, Zucker oder gemahlenen Mandelkernen gebildet. Bei gröberen erreicht man einen stärkeren Effekt, reizt aber auch die Haut mehr. Wichtig: Je empfindlicher die Haut ist, um so kleiner sollten die Partikelgrößen der „Schleifsubstanz“ sein. Motive sind eine Entfernung abgestorbener Hautschüppchen und eine Anregung der Durchblutung. Für eine gesunde Mischhaut ist ein Peeling ein bis zweimal in der Woche unbedenklich. Die Cremes werden sanft und mit kreisenden Bewegungen im Bereich von Stirn, Nase, Wangen und Kinn einmassiert. Die Haut sollte dabei leicht angefeuchtet sein. Nach der jeweils empfohlenen Zeit werden die Reste abgewaschen und die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme oder einem Gel behandelt.

- Foto: LFL/Shotshop.com
Peeling mit Fruchtsäure
Diese Art des Peelings sollte nur vom Hautarzt oder einer medizinischen Kosmetikerin durchgeführt werden. Fruchtsäure wirkt intensiver als das mechanische Peeling und kann auch kleine Fältchen und Pigmentflecken günstig beeinflussen. Die Gefahr einer Hautreizung ist aber insbesondere für empfindliche Haut deutlich höher. Es kommt maßgeblich auf die genaue Säurekonzentration und die Einwirkzeit an, um Schäden zu vermeiden.
Enzym-Peeling
Diese Art des Peelings ist dagegen sanft und kann in Eigenregie angewendet werden. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Enzyme aus Ananas, Avocado oder Mango, wobei auch Feuchtigkeit gespendet wird. Möglicherweise wirken auch die enthaltenen Vitamine positiv. Das Pulver-Präparat wird in Wasser angerührt und dann als Maske im Gesicht aufgetragen. Die Einwirkzeit beträgt etwa 20 Minuten. In dieser Zeit sollen die Enzyme den „Zellkitt“ lösen, der die Hornschüppchen zusammenhält. Meist kommt dann ein Peeling mit mechanischen Mitteln zur Anwendung. Als Materialien stehen Kunststoff-Partikel, Mikrofasertücher, Sand, Bürsten, Tonerden, Kaffeesatz, Wachs, Zucker, Salz und vieles andere zur Verfügung – sei es in „Reinform“ oder nach Vermischung mit Ölen oder anderen Substanzen. Altersflecken, kleine Fältchen, Verhornungsstörungen oder leichte Akne-Formen können so behandelt werden.
Dennoch sollte man sich vor einem regelmäßigen Peeling nach Möglichkeit hautärztlich oder kosmetisch beraten lassen, damit es nicht zu Hautreizungen und Entzündungen kommt. Denn die Haut kann austrocknen und durch den intensiven mechanischen Peeling-Reiz noch mehr Hautschüppchen bilden. Kleine Äderchen im Gesicht können dadurch vermehrt sichtbar werden. Nach dem Peeling sollte eine stark rückfettende Seife genutzt werden.
Zur Pflege können auch Cremes mit Oliven- oder Rosenöl beitragen. Mineralien und Spurenelemente, wie sie in grüner Tonerde zu finden sind, können möglicherweise ebenfalls eine Wirkung haben. Trockene Haut kann man gut mit Jojoba-Perlen in Form von Wachskügelchen mit einem flüssigen Kern behandeln. Für fettige Haut ist diese Anwendung aber ungeeignet: Hier sind Peeling-Masken das geeignete Mittel.
Diese Art des Peelings sollte nur vom Hautarzt oder einer medizinischen Kosmetikerin durchgeführt werden. Fruchtsäure wirkt intensiver als das mechanische Peeling und kann auch kleine Fältchen und Pigmentflecken günstig beeinflussen. Die Gefahr einer Hautreizung ist aber insbesondere für empfindliche Haut deutlich höher. Es kommt maßgeblich auf die genaue Säurekonzentration und die Einwirkzeit an, um Schäden zu vermeiden.
Enzym-Peeling
Diese Art des Peelings ist dagegen sanft und kann in Eigenregie angewendet werden. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Enzyme aus Ananas, Avocado oder Mango, wobei auch Feuchtigkeit gespendet wird. Möglicherweise wirken auch die enthaltenen Vitamine positiv. Das Pulver-Präparat wird in Wasser angerührt und dann als Maske im Gesicht aufgetragen. Die Einwirkzeit beträgt etwa 20 Minuten. In dieser Zeit sollen die Enzyme den „Zellkitt“ lösen, der die Hornschüppchen zusammenhält. Meist kommt dann ein Peeling mit mechanischen Mitteln zur Anwendung. Als Materialien stehen Kunststoff-Partikel, Mikrofasertücher, Sand, Bürsten, Tonerden, Kaffeesatz, Wachs, Zucker, Salz und vieles andere zur Verfügung – sei es in „Reinform“ oder nach Vermischung mit Ölen oder anderen Substanzen. Altersflecken, kleine Fältchen, Verhornungsstörungen oder leichte Akne-Formen können so behandelt werden.
Dennoch sollte man sich vor einem regelmäßigen Peeling nach Möglichkeit hautärztlich oder kosmetisch beraten lassen, damit es nicht zu Hautreizungen und Entzündungen kommt. Denn die Haut kann austrocknen und durch den intensiven mechanischen Peeling-Reiz noch mehr Hautschüppchen bilden. Kleine Äderchen im Gesicht können dadurch vermehrt sichtbar werden. Nach dem Peeling sollte eine stark rückfettende Seife genutzt werden.
Zur Pflege können auch Cremes mit Oliven- oder Rosenöl beitragen. Mineralien und Spurenelemente, wie sie in grüner Tonerde zu finden sind, können möglicherweise ebenfalls eine Wirkung haben. Trockene Haut kann man gut mit Jojoba-Perlen in Form von Wachskügelchen mit einem flüssigen Kern behandeln. Für fettige Haut ist diese Anwendung aber ungeeignet: Hier sind Peeling-Masken das geeignete Mittel.

- Foto: Hamam Store
Peeling-Zubehör
Peeling-Handschuhe und Schwämme
Überwiegend zum Ziel des mechanischen Peelings und der Anregung der Hautdurchblutung gibt es eine Reihe von Handschuhen oder Schwämmen, die meist aus Naturstoffen hergestellt werden. Vielfach wird für ein Ganzkörper-Peeling ein Handschuh empfohlen. Im Prinzip ist ein Peelinghandschuh ein rechteckiger oder quadratischer Überzug mit rauer Oberfläche für eine Hand. Abgeschilferte Hautzellen – die Hautschuppen – sollen damit entfernt werden. Es handelt sich um eine sanfte Form des mechanischen Peelings, bei der gleichzeitig die Durchblutung der Haut angeregt wird, (die in der Sauna sowieso gesteigert ist). Vom Prinzip her können sie aus kostengünstigem synthetischen Material oder auch aus Naturstoffen wie Sisal bestehen. Für die Gesunderhaltung normaler Haut ist das Peelen nicht erforderlich.
Der „Kese“ beim Hamam
Beim türkischen Hamam wird der Peelinghandschuh „Kese“ genannt. Ihn gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, in verschiedenen Farben und Stärken. Häufig werden Ziegenhaar oder Seide benutzt. Im Zusammenhang mit dem Waschritual einer Hamambehandlung benutzt man den Kese zum „Schrubben“ und Peelen der Haut. Mit Wasser wirkt er sanfter als wenn man ihn trocken anwendet („Trockenpeeling“).
Der Sisalschwamm
Sisal ist ein Agavengewächs mit vielen Fasern. Oft besteht ein daraus gefertigter Schwamm aus verschiedenen Materialien – so auf der einen Seite Frottee und auf der anderen Sisal zum Abschilfern von Hautschuppen. Innen ist der Schwamm oft auch noch mit Watte gefüttert, durch eine Schlaufe kann er gut gehalten werden. Der Sisalschwamm lässt sich sowohl nass als auch trocken nutzen. Sisalhandschuhe: Die Kombination Frottee und Sisal wird auch für gefütterte Peelinghandschuhe benutzt. Die Frotteeseite eignet sich auch für eine sanfte Massage, die Sisalseite für ein Peeling. Zudem kann auch der Handschuh trocken und nass benutzt werden, wobei die nasse Variante die schonendere ist.
Luffaschwamm
Luffa ist ein tropisches Kürbisgewächs. Aus einem gurkenähnlich aussehenden Schwammkürbis wird der Luffaschwamm gewonnen, indem man Haut und die Kerne entfernt und dann das Fruchtfleisch trocknet. Es wird empfohlen, den nassen Schwamm zur Reinigung in kreisenden Bewegungen über den ganzen Körper zu führen und dabei an den Unterschenkeln zu beginnen. Neben einem durchblutungsfördernden Effekt sollen dabei Hautschuppen und feine Härchen entfernt werden.
Peeling-Handschuhe und Schwämme
Überwiegend zum Ziel des mechanischen Peelings und der Anregung der Hautdurchblutung gibt es eine Reihe von Handschuhen oder Schwämmen, die meist aus Naturstoffen hergestellt werden. Vielfach wird für ein Ganzkörper-Peeling ein Handschuh empfohlen. Im Prinzip ist ein Peelinghandschuh ein rechteckiger oder quadratischer Überzug mit rauer Oberfläche für eine Hand. Abgeschilferte Hautzellen – die Hautschuppen – sollen damit entfernt werden. Es handelt sich um eine sanfte Form des mechanischen Peelings, bei der gleichzeitig die Durchblutung der Haut angeregt wird, (die in der Sauna sowieso gesteigert ist). Vom Prinzip her können sie aus kostengünstigem synthetischen Material oder auch aus Naturstoffen wie Sisal bestehen. Für die Gesunderhaltung normaler Haut ist das Peelen nicht erforderlich.
Der „Kese“ beim Hamam
Beim türkischen Hamam wird der Peelinghandschuh „Kese“ genannt. Ihn gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, in verschiedenen Farben und Stärken. Häufig werden Ziegenhaar oder Seide benutzt. Im Zusammenhang mit dem Waschritual einer Hamambehandlung benutzt man den Kese zum „Schrubben“ und Peelen der Haut. Mit Wasser wirkt er sanfter als wenn man ihn trocken anwendet („Trockenpeeling“).
Der Sisalschwamm
Sisal ist ein Agavengewächs mit vielen Fasern. Oft besteht ein daraus gefertigter Schwamm aus verschiedenen Materialien – so auf der einen Seite Frottee und auf der anderen Sisal zum Abschilfern von Hautschuppen. Innen ist der Schwamm oft auch noch mit Watte gefüttert, durch eine Schlaufe kann er gut gehalten werden. Der Sisalschwamm lässt sich sowohl nass als auch trocken nutzen. Sisalhandschuhe: Die Kombination Frottee und Sisal wird auch für gefütterte Peelinghandschuhe benutzt. Die Frotteeseite eignet sich auch für eine sanfte Massage, die Sisalseite für ein Peeling. Zudem kann auch der Handschuh trocken und nass benutzt werden, wobei die nasse Variante die schonendere ist.
Luffaschwamm
Luffa ist ein tropisches Kürbisgewächs. Aus einem gurkenähnlich aussehenden Schwammkürbis wird der Luffaschwamm gewonnen, indem man Haut und die Kerne entfernt und dann das Fruchtfleisch trocknet. Es wird empfohlen, den nassen Schwamm zur Reinigung in kreisenden Bewegungen über den ganzen Körper zu führen und dabei an den Unterschenkeln zu beginnen. Neben einem durchblutungsfördernden Effekt sollen dabei Hautschuppen und feine Härchen entfernt werden.

- Foto: LFL/Shotshop.com
Häufig benutzte Peeling-Substanzen
Salzpeeling
Ein Peeling mit (Aroma-)Salz kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Es ist relativ kostengünstig. Führt man es im Zusammenhang mit dem Saunabaden durch, wird der Körper im Saunaraum oder außerhalb mit Salz eingerieben. Je nach Hauttyp kann dabei unterschiedlich grobes oder feines Salz, Meer- oder Kochsalz zur Anwendung kommen. Besser ist es aber – zumindest bei empfindlicher Haut – das Peeling am Tag vor der Sauna durchzuführen.
Salz kann unmittelbar in die Haut eingerieben werden, es kann aber auch (außer bei stark fettender Haut) eine Art „Paste“ in Form eines Gemisches aus Salz und Öl zum Einsatz kommen. Üblich sind dafür Oliven- oder Mandelöl, Sesamöl oder Jojobaöl. Im Vordergrund steht der mechanische Effekt, ob zusätzlich im Salz enthaltene Mineralien eine Wirkung entfalten, ist ungewiss. Beim gewöhnlichen Koch- oder Meersalz ist Natriumchlorid der Hauptbestandteil. Außerdem sind spezielle „Saunasalze“ auf dem Markt, die in erster Linie eine besonders angepasste Körnung haben. Allgemein wirken Salze reinigend auf die Haut, hemmen Entzündungen, regulieren den Feuchtigkeitsgehalt, regen die Zellerneuerung an und können Mikroorganismen beseitigen.
Zuckerpeeling
Ein Zuckerpeeling ist schonender und sanfter für die Haut als ein Salzpeeling und daher auch für empfindliche Haut geeignet. Die dafür vertriebenen Zucker haben eine feine Körnung, was die Haut schonen soll. Die Empfehlungen zur Anwendung des Zuckers differieren. Man braucht das Gesicht dabei nicht auszusparen. Eine Form der Anwendung wäre zum Beispiel die Vermischung von zwei Esslöffeln Rohrzucker mit einigen Tropfen Olivenöl. Dann folgt das Auftragen der Paste als Packung auf die Gesichtshaut. Nach einigen Minuten Einwirkzeit wäscht man alles ohne zusätzliches „Rubbeln“ wieder ab.
Kaffeepeeling
Beim Kaffeepeeling verwendet man Kaffeepulver – oft vermischt mit Jojoba-Öl. Kaffeepulver wirkt milder auf die Haut als Salz, da es weicher ist. Auch hier gilt, dass die Prozedur nach Möglichkeit nicht im Saunaraum durchgeführt werden sollte. Nach dem Schwitzen duscht man den Kaffee wieder ab, die Haut fühlt sich dann samtweich an. Es gibt Beschreibungen regelrechter Zeremonien mit vorangehendem Citrus-Salzpeeling in einem Dampfraum und anschließendem Einreiben der Haut mit Kaffeesatz und Sesamöl im Warmluftbad. Die „müde Haut“ soll nach einer derartigen, etwa 15 Minuten dauernden Prozedur wieder geglättet und gestrafft sein. Es werden auch spezielle „Kaffeeseifen“ für die Sauna angeboten. Medizinisch kann man lediglich feststellen, dass durch Kaffeesatz eine milde Form des Peelings erreichbar ist. Zur Frage möglicher negativer Begleiterscheinungen durch die Inhaltsstoffe sind keine Untersuchungen bekannt.
Mandel- oder Nusspeeling
Hier wird das Peeling durch zermahlene Mandeln erreicht. Es gibt Rezepte, die neben einigen Esslöffeln zerriebener Mandeln Naturjoghurt, Ringelblumenextrakte oder Honig zur Hautpflege enthalten. Anstelle von Mandeln werden manchmal auch Haselnüsse oder andere gemahlene Nüsse empfohlen. Diese Masse wird auf dem ganzen Körper verteilt, von dem Gast selbst oder einer anderen Person einige Minuten einmassiert und dann unter der Dusche mit warmem Wasser abgespült. Für die Sauna eignet sich eine solche Anwendung wegen der damit einhergehenden Verunreinigung sicher nicht. Möglicherweise kann im Einzelfall eine Nussallergie auch zum Problem werden.
Weizenkleie
Eine weitere Variante: ein vorangehendes Citrus-Salzpeeling im Dampfraum und anschließendes Einreiben der Haut im Warmluftraum mit Weizenkleie und Honig. Medizinisch gesehen handelt es sich auch hier um ein mildes mechanisches Peeling, besondere Wirkungen der Weizenkleie sind aber nicht beschrieben. Die Befürworter postulieren eine Reinigung, Glättung und „Entschlackung“ der Haut, die jedoch nicht näher belegt sind.
Sauna-Massage- und Peelingseifen
Speziell für die Sauna wurden Seifen entwickelt, die je nach Einsatzzweck unterschiedlich zusammengesetzt sind. Das gilt zum Beispiel für den pH-Wert und ihre rückfettenden Eigenschaften. Ob sich durch eine Saunaseife „die Poren leichter öffnen“ können und ein Schwitzen erleichtert wird, sei einmal dahingestellt, da sich Poren nicht aktiv öffnen können. Saunaseifen werden in erster Linie beim Duschen im Zusammenhang mit der Sauna eingesetzt. Die speziellen Massageseifen sind meist Stärkekügelchen („Tapiokaperlen“) versetzt, mit denen je nach Druck ein zusätzlicher Massageeffekt ausgeübt werden kann. Dadurch soll die Durchblutung angeregt werden, obwohl ja der stärkste Stimulus für die Durchblutung die Saunahitze an sich ist. Peelingseifen enthalten gröbere Bestandteile wie Mohnsamen, Haferkleie oder Sandelholzmehl, bewirken ein sanftes mechanisches Peeling und hinterlassen meist ein angenehmes Hautgefühl.
Salzpeeling
Ein Peeling mit (Aroma-)Salz kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Es ist relativ kostengünstig. Führt man es im Zusammenhang mit dem Saunabaden durch, wird der Körper im Saunaraum oder außerhalb mit Salz eingerieben. Je nach Hauttyp kann dabei unterschiedlich grobes oder feines Salz, Meer- oder Kochsalz zur Anwendung kommen. Besser ist es aber – zumindest bei empfindlicher Haut – das Peeling am Tag vor der Sauna durchzuführen.
Salz kann unmittelbar in die Haut eingerieben werden, es kann aber auch (außer bei stark fettender Haut) eine Art „Paste“ in Form eines Gemisches aus Salz und Öl zum Einsatz kommen. Üblich sind dafür Oliven- oder Mandelöl, Sesamöl oder Jojobaöl. Im Vordergrund steht der mechanische Effekt, ob zusätzlich im Salz enthaltene Mineralien eine Wirkung entfalten, ist ungewiss. Beim gewöhnlichen Koch- oder Meersalz ist Natriumchlorid der Hauptbestandteil. Außerdem sind spezielle „Saunasalze“ auf dem Markt, die in erster Linie eine besonders angepasste Körnung haben. Allgemein wirken Salze reinigend auf die Haut, hemmen Entzündungen, regulieren den Feuchtigkeitsgehalt, regen die Zellerneuerung an und können Mikroorganismen beseitigen.
Zuckerpeeling
Ein Zuckerpeeling ist schonender und sanfter für die Haut als ein Salzpeeling und daher auch für empfindliche Haut geeignet. Die dafür vertriebenen Zucker haben eine feine Körnung, was die Haut schonen soll. Die Empfehlungen zur Anwendung des Zuckers differieren. Man braucht das Gesicht dabei nicht auszusparen. Eine Form der Anwendung wäre zum Beispiel die Vermischung von zwei Esslöffeln Rohrzucker mit einigen Tropfen Olivenöl. Dann folgt das Auftragen der Paste als Packung auf die Gesichtshaut. Nach einigen Minuten Einwirkzeit wäscht man alles ohne zusätzliches „Rubbeln“ wieder ab.
Kaffeepeeling
Beim Kaffeepeeling verwendet man Kaffeepulver – oft vermischt mit Jojoba-Öl. Kaffeepulver wirkt milder auf die Haut als Salz, da es weicher ist. Auch hier gilt, dass die Prozedur nach Möglichkeit nicht im Saunaraum durchgeführt werden sollte. Nach dem Schwitzen duscht man den Kaffee wieder ab, die Haut fühlt sich dann samtweich an. Es gibt Beschreibungen regelrechter Zeremonien mit vorangehendem Citrus-Salzpeeling in einem Dampfraum und anschließendem Einreiben der Haut mit Kaffeesatz und Sesamöl im Warmluftbad. Die „müde Haut“ soll nach einer derartigen, etwa 15 Minuten dauernden Prozedur wieder geglättet und gestrafft sein. Es werden auch spezielle „Kaffeeseifen“ für die Sauna angeboten. Medizinisch kann man lediglich feststellen, dass durch Kaffeesatz eine milde Form des Peelings erreichbar ist. Zur Frage möglicher negativer Begleiterscheinungen durch die Inhaltsstoffe sind keine Untersuchungen bekannt.
Mandel- oder Nusspeeling
Hier wird das Peeling durch zermahlene Mandeln erreicht. Es gibt Rezepte, die neben einigen Esslöffeln zerriebener Mandeln Naturjoghurt, Ringelblumenextrakte oder Honig zur Hautpflege enthalten. Anstelle von Mandeln werden manchmal auch Haselnüsse oder andere gemahlene Nüsse empfohlen. Diese Masse wird auf dem ganzen Körper verteilt, von dem Gast selbst oder einer anderen Person einige Minuten einmassiert und dann unter der Dusche mit warmem Wasser abgespült. Für die Sauna eignet sich eine solche Anwendung wegen der damit einhergehenden Verunreinigung sicher nicht. Möglicherweise kann im Einzelfall eine Nussallergie auch zum Problem werden.
Weizenkleie
Eine weitere Variante: ein vorangehendes Citrus-Salzpeeling im Dampfraum und anschließendes Einreiben der Haut im Warmluftraum mit Weizenkleie und Honig. Medizinisch gesehen handelt es sich auch hier um ein mildes mechanisches Peeling, besondere Wirkungen der Weizenkleie sind aber nicht beschrieben. Die Befürworter postulieren eine Reinigung, Glättung und „Entschlackung“ der Haut, die jedoch nicht näher belegt sind.
Sauna-Massage- und Peelingseifen
Speziell für die Sauna wurden Seifen entwickelt, die je nach Einsatzzweck unterschiedlich zusammengesetzt sind. Das gilt zum Beispiel für den pH-Wert und ihre rückfettenden Eigenschaften. Ob sich durch eine Saunaseife „die Poren leichter öffnen“ können und ein Schwitzen erleichtert wird, sei einmal dahingestellt, da sich Poren nicht aktiv öffnen können. Saunaseifen werden in erster Linie beim Duschen im Zusammenhang mit der Sauna eingesetzt. Die speziellen Massageseifen sind meist Stärkekügelchen („Tapiokaperlen“) versetzt, mit denen je nach Druck ein zusätzlicher Massageeffekt ausgeübt werden kann. Dadurch soll die Durchblutung angeregt werden, obwohl ja der stärkste Stimulus für die Durchblutung die Saunahitze an sich ist. Peelingseifen enthalten gröbere Bestandteile wie Mohnsamen, Haferkleie oder Sandelholzmehl, bewirken ein sanftes mechanisches Peeling und hinterlassen meist ein angenehmes Hautgefühl.

- Foto: LFL/Shotshop.com
Andere "Natur-Pflegemittel"
Schokolade
Speziell für die Sauna und den Dampfraum wird sowohl braune als auch weiße Schokolade als Creme angeboten. Die Konsistenz ist so beschaffen, dass sie auch in der Saunawärme nicht abtropfen und damit einer Verunreinigung vorbeugen soll. Die Schokolade enthält Kakaobutter und Jojobawachse und wird auf die warme und feuchte Haut aufgetragen. Nach dem Saunagang wird die Schokolade abgespült. Die Haut soll geschmeidig und weich werden, durch die Jojobawachse postuliert man einen sanften Peelingeffekt. Kakao soll zudem ein guter Nährstoff für die Haut sein, sie glätten und „verjüngen“. Die in der Kakaobutter enthaltenen Antioxydantien sollen ebenfalls zur Gesunderhaltung der Haut beitragen, Eiweiße die Haut glätten. Bei der dunklen Schokolade sind neben Kakaobutter oft auch Mandelöl und Honig enthalten, die Feuchtigkeit spenden sollen. Warum mit „Zartbitter“ geworben wird, erschließt sich einem bei der äußerlichen Anwendung nicht sofort. Durch den Duft der Schokolade sollen zudem „Glückshormone“ freigesetzt werden, was dem Stressabbau dienen würde.
Von all diesen Aussagen ist manches wahrscheinlich aber nur wenig belegt. Inhaltsstoffen der Schokolade kann sicher ein pflegender Effekt zugeschrieben werden. Ob die enthaltenen Antioxydantien überhaupt resorbiert werden und eine Wirkung entfalten, ist unklar. „Glückshormone“ können durch Schokolade zwar freigesetzt werden, nachgewiesen ist das für die Aufnahme über den Magen-Darm Trakt.
Kakaobutter
Kakaobutter ist ein hellgelbes, aromatisches Fett und wird in Medizin, Kosmetik und Nahrungsmittelindustrie vielfältig verwendet. Unter anderem wird es auch für die Herstellung von Lippenstiften und Antifaltencremes benutzt. Kakaobutter schmilzt bereits bei Körpertemperatur und hinterlässt ein weiches Hautgefühl. Wendet man Kakaobutter in Eigenregie im Zusammenhang mit der Sauna als Pflegemittel an, so sollte der jeweilige Hauttyp für fettige Präparate geeignet sein. Besonders empfohlen wird eine derartige Substanz bei rissiger und strapazierter Haut.
Joghurt
Joghurt gilt nach Auffassung der Wellnessbranche nicht nur als Bestandteil der Ernährung sondern auch als ein hautpflegendes Naturprodukt. Milchfett soll rückfettend auf die Haut wirken, Eiweiße und Milchzucker vor Austrocknung schützen und der Säureschutzmantel der Haut durch den ähnlichen pH-Wert stabilisiert werden. Auch die Vitamine A, B und E wurden nachgewiesen, wobei Vitamin A munter machen, die B-Vitamine die Haut glätten und Vitamin E zur Regeneration beitragen soll. Neben Wasser enthalten spezielle Sauna-Joghurts Paraffin, Lanolin, Magermilchpulver, Glycerin und Duftstoffe. In der Regel soll der Körper nach dem Abduschen mit Sauna- Massage-Joghurt behandelt und dann nach kurzer Einwirkzeit wieder abgespült werden. Nach dem ersten Schwitzen in der Sauna soll die Prozedur wiederholt werden.
Aus Sicht der Verfasser dieses Beitrages werden hier Probleme hygienischer Art gesehen – jeder Saunabetreiber muss selbst entscheiden, ob er eine wohl kaum zu vermeidende Verunreinigung des Saunaraums und eine mögliche Belästigung anderer Saunagäste in Kauf nehmen will. Ansonsten treffen die positiven Aussagen zur Hautpflege prinzipiell sicher zu, nur ist bei Nachweis eines Inhaltsstoffes noch nicht gesagt, dass dieser auch eine Wirkung entfaltet.
Honig
Das Naturprodukt Honig enthält über 200 verschiedene Inhaltsstoffe wie Fruchtzucker, Traubenzucker und Wasser, außerdem Pollen, Mineralstoffe, Eiweiße, Enzyme, Vitamine, Farb- und Aromastoffe. Honig dient nicht nur der Ernährung, sondern wird auch als Pflegeprodukt für die Haut verwendet. Die Naturheilkunde kennt Honig als Heilmittel, der Honig darf aber nach deutschem Recht nicht so beworben werden. Die Wirkung von Honig besteht unter anderem in einer Entzündungshemmung: Schwellungen gehen zurück und die Wundheilung wird gefördert. Dazu trägt auch eine leicht antiseptische Wirkung bei. Im Umfeld der Sauna stehen beim Honig Wellness und Hautpflege im Mittelpunkt. Honig hat einen sauren pH-Wert und kann dadurch den Säureschutzmantel der Haut stabilisieren. Prinzipiell ist Honig für alle Hauttypen geeignet. Allergien gegen Inhaltsstoffe können begrenzende Faktoren sein.
Schokolade
Speziell für die Sauna und den Dampfraum wird sowohl braune als auch weiße Schokolade als Creme angeboten. Die Konsistenz ist so beschaffen, dass sie auch in der Saunawärme nicht abtropfen und damit einer Verunreinigung vorbeugen soll. Die Schokolade enthält Kakaobutter und Jojobawachse und wird auf die warme und feuchte Haut aufgetragen. Nach dem Saunagang wird die Schokolade abgespült. Die Haut soll geschmeidig und weich werden, durch die Jojobawachse postuliert man einen sanften Peelingeffekt. Kakao soll zudem ein guter Nährstoff für die Haut sein, sie glätten und „verjüngen“. Die in der Kakaobutter enthaltenen Antioxydantien sollen ebenfalls zur Gesunderhaltung der Haut beitragen, Eiweiße die Haut glätten. Bei der dunklen Schokolade sind neben Kakaobutter oft auch Mandelöl und Honig enthalten, die Feuchtigkeit spenden sollen. Warum mit „Zartbitter“ geworben wird, erschließt sich einem bei der äußerlichen Anwendung nicht sofort. Durch den Duft der Schokolade sollen zudem „Glückshormone“ freigesetzt werden, was dem Stressabbau dienen würde.
Von all diesen Aussagen ist manches wahrscheinlich aber nur wenig belegt. Inhaltsstoffen der Schokolade kann sicher ein pflegender Effekt zugeschrieben werden. Ob die enthaltenen Antioxydantien überhaupt resorbiert werden und eine Wirkung entfalten, ist unklar. „Glückshormone“ können durch Schokolade zwar freigesetzt werden, nachgewiesen ist das für die Aufnahme über den Magen-Darm Trakt.
Kakaobutter
Kakaobutter ist ein hellgelbes, aromatisches Fett und wird in Medizin, Kosmetik und Nahrungsmittelindustrie vielfältig verwendet. Unter anderem wird es auch für die Herstellung von Lippenstiften und Antifaltencremes benutzt. Kakaobutter schmilzt bereits bei Körpertemperatur und hinterlässt ein weiches Hautgefühl. Wendet man Kakaobutter in Eigenregie im Zusammenhang mit der Sauna als Pflegemittel an, so sollte der jeweilige Hauttyp für fettige Präparate geeignet sein. Besonders empfohlen wird eine derartige Substanz bei rissiger und strapazierter Haut.
Joghurt
Joghurt gilt nach Auffassung der Wellnessbranche nicht nur als Bestandteil der Ernährung sondern auch als ein hautpflegendes Naturprodukt. Milchfett soll rückfettend auf die Haut wirken, Eiweiße und Milchzucker vor Austrocknung schützen und der Säureschutzmantel der Haut durch den ähnlichen pH-Wert stabilisiert werden. Auch die Vitamine A, B und E wurden nachgewiesen, wobei Vitamin A munter machen, die B-Vitamine die Haut glätten und Vitamin E zur Regeneration beitragen soll. Neben Wasser enthalten spezielle Sauna-Joghurts Paraffin, Lanolin, Magermilchpulver, Glycerin und Duftstoffe. In der Regel soll der Körper nach dem Abduschen mit Sauna- Massage-Joghurt behandelt und dann nach kurzer Einwirkzeit wieder abgespült werden. Nach dem ersten Schwitzen in der Sauna soll die Prozedur wiederholt werden.
Aus Sicht der Verfasser dieses Beitrages werden hier Probleme hygienischer Art gesehen – jeder Saunabetreiber muss selbst entscheiden, ob er eine wohl kaum zu vermeidende Verunreinigung des Saunaraums und eine mögliche Belästigung anderer Saunagäste in Kauf nehmen will. Ansonsten treffen die positiven Aussagen zur Hautpflege prinzipiell sicher zu, nur ist bei Nachweis eines Inhaltsstoffes noch nicht gesagt, dass dieser auch eine Wirkung entfaltet.
Honig
Das Naturprodukt Honig enthält über 200 verschiedene Inhaltsstoffe wie Fruchtzucker, Traubenzucker und Wasser, außerdem Pollen, Mineralstoffe, Eiweiße, Enzyme, Vitamine, Farb- und Aromastoffe. Honig dient nicht nur der Ernährung, sondern wird auch als Pflegeprodukt für die Haut verwendet. Die Naturheilkunde kennt Honig als Heilmittel, der Honig darf aber nach deutschem Recht nicht so beworben werden. Die Wirkung von Honig besteht unter anderem in einer Entzündungshemmung: Schwellungen gehen zurück und die Wundheilung wird gefördert. Dazu trägt auch eine leicht antiseptische Wirkung bei. Im Umfeld der Sauna stehen beim Honig Wellness und Hautpflege im Mittelpunkt. Honig hat einen sauren pH-Wert und kann dadurch den Säureschutzmantel der Haut stabilisieren. Prinzipiell ist Honig für alle Hauttypen geeignet. Allergien gegen Inhaltsstoffe können begrenzende Faktoren sein.
Orientalische Besonderheit: Rasulbäder
Spezielle Rasulbäder besitzen meist ein orientalisches Ambiente und folgen einem Zeremoniell, das mindestens 30 Minuten dauert. Oft verdampfen auf einem speziellen Ofen verschiedene Kräutermischungen. Lichtgestaltung sowie gedämpfte Musik wirken unterstützend. Die Raumtemperatur beträgt anfangs etwa 40 Grad Celsius und wird langsam auf etwa 50 Grad erhöht. Oft wird anfangs ein Heilschlamm, manchmal mit Öl vermischt, dünn aufgetragen, um dann langsam anzutrocknen. Es handelt sich um feinporige anorganische Schlämme mit einem hohen Anteil an Schluff (Ton). Die Luftfeuchtigkeit ist durch schubförmig erzeugten Dampf relativ hoch, wodurch in Kombination mit dem Schweiß die dünne Schlammschicht auf der Haut wieder aufweicht. Nach dem Verlassen der Kabine werden sie unter der Dusche wieder abgespült. Es kann sich eine Massage mit aromatisierten Ölen anschließen.
Das Rasulbad eignet sich ohne Zweifel zum Entspannen von Körper und Seele. Ein mildes „Peeling“ im Rasulbad scheint gegeben zu sein. Weitere Effekte, wie eine „Entschlackung“ sind medizinisch nicht belegt. Ein Rasulbad kann man hinsichtlich seiner thermischen Wirkung nicht mit einer Moor- oder Fangopackung vergleichen, da die Schicht hierfür viel zu dünn ist. Bei einer typischen Moor- oder Fangoanwendung ist die Schicht wenigstens drei Zentimeter dick und hält die Wärme 20 bis 30 Minuten. Dadurch wird auch eine Tiefenwirkung erreicht. Beim Rasulbad kann man aber eine Wirkung auf die Haut erwarten, die über einen Peelingeffekt hinaus geht – zumindest fühlt sie sich nach dem Bad glatter und weicher an. Ob dabei auch Inhaltsstoffe der Schlämme oder Kräuter eine Rolle spielen,
ist nicht sicher.
Spezielle Rasulbäder besitzen meist ein orientalisches Ambiente und folgen einem Zeremoniell, das mindestens 30 Minuten dauert. Oft verdampfen auf einem speziellen Ofen verschiedene Kräutermischungen. Lichtgestaltung sowie gedämpfte Musik wirken unterstützend. Die Raumtemperatur beträgt anfangs etwa 40 Grad Celsius und wird langsam auf etwa 50 Grad erhöht. Oft wird anfangs ein Heilschlamm, manchmal mit Öl vermischt, dünn aufgetragen, um dann langsam anzutrocknen. Es handelt sich um feinporige anorganische Schlämme mit einem hohen Anteil an Schluff (Ton). Die Luftfeuchtigkeit ist durch schubförmig erzeugten Dampf relativ hoch, wodurch in Kombination mit dem Schweiß die dünne Schlammschicht auf der Haut wieder aufweicht. Nach dem Verlassen der Kabine werden sie unter der Dusche wieder abgespült. Es kann sich eine Massage mit aromatisierten Ölen anschließen.
Das Rasulbad eignet sich ohne Zweifel zum Entspannen von Körper und Seele. Ein mildes „Peeling“ im Rasulbad scheint gegeben zu sein. Weitere Effekte, wie eine „Entschlackung“ sind medizinisch nicht belegt. Ein Rasulbad kann man hinsichtlich seiner thermischen Wirkung nicht mit einer Moor- oder Fangopackung vergleichen, da die Schicht hierfür viel zu dünn ist. Bei einer typischen Moor- oder Fangoanwendung ist die Schicht wenigstens drei Zentimeter dick und hält die Wärme 20 bis 30 Minuten. Dadurch wird auch eine Tiefenwirkung erreicht. Beim Rasulbad kann man aber eine Wirkung auf die Haut erwarten, die über einen Peelingeffekt hinaus geht – zumindest fühlt sie sich nach dem Bad glatter und weicher an. Ob dabei auch Inhaltsstoffe der Schlämme oder Kräuter eine Rolle spielen,
ist nicht sicher.

- Foto: Torf- und Schröpfensauna "Forum", Turku/Finnland
Peloide (Heilschlämme)
Andere Peloide als die beim Rasulbad angewandten kommen im Zusammenhang mit der Sauna eher selten zur Anwendung - und dann oft in einem medizinischen bzw. physiotherapeutischen Umfeld. Peloide sind Wärmeträger und können zum Beispiel – wie die Sauna auch – eine gute Vorbereitung für eine Massage sein. Außerdem enthalten sie oft bestimmte Inhaltsstoffe wie Huminsäuren oder Hormone, die möglicherweise eine eigenständige Wirkung entfalten.
Grundsätzlich kann man Moore, Fango, Schlick, Kreide und Heilerden unterscheiden. Moore sind die Reste von abgestorbenen Pflanzen. In trockener Form sind sie auch als Torfe bekannt. Sie können sowohl für die örtliche Anwendung als auch – bei mehr Wasserzusatz – als Vollbad verwendet werden. Im Gegensatz zum Moor ist Fango anorganischen Ursprungs und stammt aus Vulkanmagma. Im allgemeinen wird es für Packungen und Auflagen verwendet. Schlick ist besonders feinkörnig und stammt aus Gewässern, besonders aus dem Meer. Er enthält Seesand, abgestorbene Algen, Pflanzen und Mineralien wie Magnesium oder Jod. Kreide ist reiner Kalk. Bekannt ist sie zum Beispiel durch ihr natürliches Vorkommen (Kreidefelsen auf Rügen). Heilerden sind terrestrischen Ursprungs. Zu den Heilerden gehören Ton, Lehm, Mergel, Löss und Tuff.
Die Möglichkeiten, die Sauna „ohne alles“ oder in Verbindung mit Anwendungen zur Hautpflege zu benutzen, sind also vielfältig. Zu beachten gilt auch hier: Weniger ist manchmal mehr. Übertreibungen sollten „tabu“ sein.
PD Drs. med. Rainer und Angelika Brenke
Andere Peloide als die beim Rasulbad angewandten kommen im Zusammenhang mit der Sauna eher selten zur Anwendung - und dann oft in einem medizinischen bzw. physiotherapeutischen Umfeld. Peloide sind Wärmeträger und können zum Beispiel – wie die Sauna auch – eine gute Vorbereitung für eine Massage sein. Außerdem enthalten sie oft bestimmte Inhaltsstoffe wie Huminsäuren oder Hormone, die möglicherweise eine eigenständige Wirkung entfalten.
Grundsätzlich kann man Moore, Fango, Schlick, Kreide und Heilerden unterscheiden. Moore sind die Reste von abgestorbenen Pflanzen. In trockener Form sind sie auch als Torfe bekannt. Sie können sowohl für die örtliche Anwendung als auch – bei mehr Wasserzusatz – als Vollbad verwendet werden. Im Gegensatz zum Moor ist Fango anorganischen Ursprungs und stammt aus Vulkanmagma. Im allgemeinen wird es für Packungen und Auflagen verwendet. Schlick ist besonders feinkörnig und stammt aus Gewässern, besonders aus dem Meer. Er enthält Seesand, abgestorbene Algen, Pflanzen und Mineralien wie Magnesium oder Jod. Kreide ist reiner Kalk. Bekannt ist sie zum Beispiel durch ihr natürliches Vorkommen (Kreidefelsen auf Rügen). Heilerden sind terrestrischen Ursprungs. Zu den Heilerden gehören Ton, Lehm, Mergel, Löss und Tuff.
Die Möglichkeiten, die Sauna „ohne alles“ oder in Verbindung mit Anwendungen zur Hautpflege zu benutzen, sind also vielfältig. Zu beachten gilt auch hier: Weniger ist manchmal mehr. Übertreibungen sollten „tabu“ sein.
PD Drs. med. Rainer und Angelika Brenke
